Allein in der Natur - Meine Visionssuche (2013)

Im Jahr 2013 ging ich in die Berge, um bewusst mit meiner Seele zu sprechen. Auch wenn ich damals sehr unsicher war, ob ich überhaupt noch eine hatte. Es war eine spontane und auch einigermaßen verzweifelte Entscheidung. Nach einem Burn-Out und einer anstrengenden Kündigung aus meinem damaligen Vollzeit-Job wusste ich einfach nicht, was ich machen sollte, wie es für mich weitergehen wird. Hilflosigkeit, Verzweiflung, Orientierungslosigkeit und Depression - dieser Cocktail aus Gefühlszuständen bewegte mich dazu, über meine Bequemlichkeit hinauszugehen. Die Angst konnte ohnehin nicht größer werden, als sie schon war.

"Der Fluch zu bekommen, was man will, wenn man denkt, man weiß, was man will."

Das hatte ich schmerzlich erfahren. Selbstverständlich war ich nicht "reich und berühmt", hatte aber nach meinen Maßstäben mit Anfang 20 alles erreicht, was ich mir vorgenommen und als erstrebenswert erachtet hatte: ich dachte ein abgeschlossene Berufsausbildung, ein sicheres Angstelltenverhältnis in einem Beruf, der mir gefiel, genug Geld, Firmenwagen, Diensthandy, schicke Outfits und anderes, von dem ich geglaubt hatte, es würde mir Erfüllung und Sicherheit geben. Als der Tag gekommen war, an dem ich all das hatte, war dies einer der schrecklichsten meines Lebens. Die Realisation und Ent-Täuschung "Das ist es nicht." war unglaublich schmerzhaft. Ja, ich hatte mich getäuscht und täuschen lassen. Wie hatte es soweit kommen können? Wieso hatte ich unterwegs nichts bemerkt? Die Antwort war ebenso schmerzhaft: Ich hatte mich sehr weit von mir selbst entfernt, große Teile von mir abgespalten, einen Panzer zugelegt, um nicht so viel fühlen zu müssen... und ja, ich fühlte in der Tat kaum noch was, war nahezu apathisch - und das als geborene Empathin!

 

Daher hielt ich es für eine gute Idee, mein fragmentiertes Selbst wieder "zusammenzusetzen" und so zog ich nun in die Berge mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter, die mein extravagantes Vorhaben mit mir vor- und nachbereiteten.

 

Man muss dazu sagen, dass ich davor der Typ Frau war, der mit 3 Koffern minimum in den Urlaub fährt. Allein schon das Beschränken des Gepäcks auf einen Rucksack war eine höchst emotionale Herausforderung für mich. So wanderte ich letztendlich mit 19 kg und einem geliehenen Rucksack, welche der Größe und Beschaffenheit nach eigentlich für Männer gedacht war, den Berg hinauf. Meine Hüftknochen dankten es mir noch tagelang mit Schmerzen. Dass ich das überhaupt geschafft habe, verdanke ich meinem stabilen Knochengerüst und der damaligen Läufer-Kondition.

 

Oben angekommen, auf knapp 1500 m, verbrachten wir die erste Zeit auf einer Almhütte. Da ich komplett unerfahren im Umgang mit Flora und Fauna war, musste ich erst lernen, wie ich ein Biwak baue, nicht vom Blitz getroffen werde usw. kurz gesagt: überlebe. Aber dann nach drei Tagen auf der Hütte, musste ich schließlich allein in die Wildnis gehen: 5 Tage und Nächte saß ich hoch oben auf einem Berg in den österreichischen Alpen - mutterseelenallein, fastend und nur mit einem Tagebuch als Unterhaltungsmedium. 

 

Als selbsternannte "Herrin der Bergspitze" bekam einen tierischen Sonnenbrand, wurde von Ameisen zerbissen, aber war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Einige Steinadler besuchten mich... und dann auch mein Schatten und der Tod. Das machte mir sehr viel Angst und ich war damals noch nicht bereit, mich ihnen voll zu stellen. Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.


Dennoch fühlte ich mich, als ich wieder vom Berge herabstieg, unbesiegbar. Laura, die "Lorbeer-Bekränzte", die "Siegerin"... ich hörte mal von dieser Bedeutung des Namens Laura und nun konnte ich sie auch fühlen. Selbst dann noch, als ich zerschunden mit meinem Wanderstab in der Münchener U-Bahn saß und lächelnd in die ernüchternde Realität der Stadt zurückkehrte. Aber ich hatte es gewagt! Das große Unbekannte, den Verzicht, das Alleinsein. Und meine Seele? Wenn auch zögerlich, ich konnte sie wieder spüren!

2012 - Der Ruf des Jaguars

Es war im Jahr 2012 als plötzlich eine riesige schwarze Katze durch meine nächtlichen Träume schlich und sprang. Ich betitelte sie zunächst mit "Panther" - von Krafttieren und Archetypen hatte ich noch nie etwas gehört. Erst viel später erfuhr ich, dass ich Bekanntschaft mit einem schwarzen Jaguar gemacht hatte - und war freudig überrascht. Denn der Jaguar ist in den Anden das heilige Tier des Westens, Otorongo, so sagen die Inka, Mutter-Schwester Jaguar. Sie wird auch als die Herrin der Regenbogenbrücke verehrt und verbindet Dimensionen miteinander. Mir half sie in der Tat durch viele schwerwiegende Veränderungsprozesse hindurch. Aber vor allem ist sie für mich die Botschafterin eines neuen Zeitalters. Seitdem sie mir erschienen ist, ist mein Leben... komplett anders. Und das ist gut so!

Weil ich die erste und die letzte bin

Bin ich verehrt und verachtet

Bin ich Hure und Heilige

Bin ich Gattin und Jungfrau

Bin ich Mutter und Tochter

Bin ich die Arme meiner Mutter

Bin ich unfruchtbar, und die Zahl meiner Kinder ist groß

Bin ich gut vermählt und ledig

Bin ich die gebiert und niemals geboren hat

Bin ich dir Trösterin der Wehen

Bin ich die Gattin und der Gatte

und es war mein Mann, der mich geschaffen hat

Ich bin die Mutter meines Vaters

Bin die Schwester meines Mannes

und er ist mein abgelehnter Sohn

Achtet mich immer

Denn ich bin die Anstoß Erregende und die Prächtige

 

Hymne an Isis, 3. oder 4. Jh. n. Chr.
entdeckt in Nag Hammadi

Mein spiritueller Weg

 

Spiritualität gehörte von Geburt an zu meinem Alltag, da ich in eine religiöse Familie hineingeboren wurde. Aufgewachsen bin ich unter dem Einfluss einer christlichen Glaubensgemeinschaft, die ich als sehr dogmatisch und autoritär erlebt habe.

Meine eigene Spiritualität zu leben - fernab jeglicher Dogmen - war daher eine bewusste Entscheidung, die ich in meiner Jugendzeit traf.

Mit 18 Jahren schaffte ich den Ausstieg aus der Sekte und fand nach einer Zeit der Suche mit dem Schamanismus einen Weg meine spirituelle Unabhängigkeit zu leben und eine bewusste, lebendige Beziehung zur Natur zu entwickeln.

 

Mit der Unterstützung großartiger LehrerInnen machte ich eine lange und intensive Reise um das Medizinrad. Diese Reise gab mir den lang ersehnten Raum für Heilung und ich begann währenddessen auch andere Menschen auf ihrem Weg in die Freiheit zu begleiten.

 

 

2015-2016 Schamanische Einweihung und Ausbildung
Absolventin der Lichtkörperschule der Four Winds Society, Dr. Alberto Villoldo

2016 Ausbildung im Lesen der Akasha-Chronik. CertifiedSoulRealignment®Practitioner (Level II), Andrea Hess.

 

2015-2016 Ausbildung zur zertifizierten Sterbebegleiterin

 

2013-2016 Studium der Psychologie (B.Sc.) an der Universität Bremen

 

2009-2012 Ausbildung zur staatlich geprüften Bestattungsfachkraft


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